Jahreshauptversammlung: Kontinuität, Wachstum und klare Perspektiven

Die Jahreshauptversammlung von Pride Ulm.Neu-Ulm stand ganz im Zeichen eines erfolgreichen Vereinsjahres, personeller Weichenstellungen und eines ambitionierten Ausblicks auf 2026. Die anwesenden Mitglieder blickten auf ein dynamisches Jahr zurück und wählten zugleich eine neue Vereinsführung, die den eingeschlagenen Kurs fortführen soll.

Rückblick auf ein starkes Vereinsjahr

Im Bericht des Vorstands wurde deutlich, wie stark sich der Verein im vergangenen Jahr weiterentwickelt hat. Die Mitgliederzahl ist spürbar gewachsen, ebenso die öffentliche Sichtbarkeit. Besonders hervorgehoben wurde der Christopher Street Day, der mit mehreren tausend Besucher*innen erneut große Resonanz fand und sich als einer der bedeutendsten CSDs in Bayern und Baden-Württemberg etabliert hat.

Darüber hinaus prägten zahlreiche weitere Formate das Vereinsjahr: Gedenk- und Aktionstage wie der IDAHOBIT, kulturelle Beiträge im Rahmen der Kulturnacht, Kooperationen im städtischen Raum sowie eine Vielzahl neuer Community-Events. Formate wie Gaymes Night, Karaoke-, Bingo- oder Café-Angebote haben das Vereinsleben bereichert und neue Zielgruppen angesprochen. Auch die Vernetzung auf Landes- und Bundesebene wurde intensiviert, unter anderem durch Treffen mit anderen queeren Organisationen und die Mitgliedschaft im Stadtjugendring Ulm und dem Queeren Netzwerk Bayern.

Solide Finanzen und verantwortungsvolle Planung

Der Kassenbericht sowie der Bericht der Kassenprüfüfung bescheinigten dem Verein eine ordentliche, transparente und verantwortungsvolle Finanzführung. Die Einnahmen und Ausgaben des vergangenen Jahres standen in einem ausgewogenen Verhältnis, größere Investitionen waren klar projektbezogen und nachvollziehbar.

Auch der Haushaltsplan für 2026 wurde vorgestellt und von der Mitgliederversammlung beschlossen. Er folgt einer vorsichtigen, realistischen Planung, die sowohl die Durchführung des Christopher Street Day als auch laufende Vereinsarbeit, Rücklagenbildung und neue inhaltliche Schwerpunkte ermöglicht. Insgesamt zeigt sich der Verein finanziell stabil und gut aufgestellt für die kommenden Aufgaben.

Neue Vereinsführung gewählt

Im Rahmen der turnusgemäßen Neuwahlen bestimmten die Mitglieder in geheimer Wahl die neue Vereinsführung.
Alexandra Kriebisch und Alpay Artun wurden zu den neuen Vorsitzenden von Pride Ulm.Neu-Ulm gewählt.
Zum neuen Kassierer wählten die Mitglieder Thomas Kemedinger.

Der Ausschuss setzt sich künftig aus folgenden Personen zusammen:
Björn Bezjak, Puja Dialehabady, Julia Drozd, Katharina Faller, Sophie Hirn, Clemens Kamm, Marcel Maurer, Mathias Schmelzer und Robin Schmitz.

Mit dieser personellen Aufstellung verbindet der Verein Kontinuität mit neuen Impulsen.

v.l.n.r.: Julia Drozd, Robin Schmitz, Mathias Schmelzer, Alpay Artun, Björn Bezjak, Thomas Kemedinger, Katharina Faller, Alexandra Kriebisch, Puja Dialehabady, Clemens Kamm, Marcel Maurer

Schwerpunktsetzungen der neuen Vorsitzenden

Die neuen Vorsitzenden machten in kurzen inhaltlichen Akzenten deutlich, welche Themen ihnen besonders am Herzen liegen.

Alexandra Kriebisch, selbst Teil einer Regenbogenfamilie, betonte die Bedeutung von Sichtbarkeit im Alltag:

„Regenbogenfamilien gehören selbstverständlich zu unserer Gesellschaft – ihre Lebensrealitäten müssen sichtbarer werden, in der Öffentlichkeit wie auch in politischen Entscheidungen.“

Alpay Artun hob die strukturelle Weiterentwicklung der queeren Infrastruktur hervor:

„Ein queeres Zentrum kann ein sicherer Ort, Begegnungsraum und Anlaufstelle zugleich sein – wir treiben Konzeption und Planung weiter voran.“

Ausblick auf 2026: Wachstum und neue Projekte

Der Blick nach vorn ist ambitioniert. Für 2026 plant der Verein unter anderem ein erweitertes Bildungsangebot, eine weitere Verdichtung der Community-Events sowie eine stärkere Präsenz bei regionalen und überregionalen CSDs, wie auch bei größeren städtischen Veranstaltungen und Festen. Der Christopher Street Day in Ulm und Neu-Ulm soll weiterentwickelt werden – mit hoher Barrierefreiheit, kulturellen Ergänzungen und neuen Kooperationspartnern.

Bereits jetzt zeigt sich eine positive Entwicklung: Die Vorbereitungen laufen frühzeitig, das Interesse von Unterstützer*innen und Sponsor*innen ist hoch, und neue Formate wie ein Pride-Filmfestival sollen den Pride Month zusätzlich aufwerten.